{"id":417,"date":"2021-04-14T14:05:40","date_gmt":"2021-04-14T14:05:40","guid":{"rendered":"http:\/\/how-logistics.de\/?page_id=417"},"modified":"2021-04-14T14:05:52","modified_gmt":"2021-04-14T14:05:52","slug":"transparenz-im-wertschoepfungsprozess-erhoeht-kundenzentriertes-handeln","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/how-logistics.de\/?page_id=417","title":{"rendered":"Transparenz im Wertsch\u00f6pfungsprozess erh\u00f6ht kundenzentriertes Handeln"},"content":{"rendered":"\n<p>Pl\u00f6tzliche \u00c4nderungen im Kundenverhalten f\u00fchren zu enormen Schwankungen im Wertsch\u00f6pfungsprozess bzw. in der Lieferkette. Durch fehlende Transparenz in den Lieferketten und die fehlende Sicht auf den Kunden entsteht der Bullwhip-Effekt. Die Betrachtung der Prozesse in Form einer Spirale f\u00fchrt zu einer engverschmolzenen End-to-End-Beziehung der Prozesse, die agil agieren und schnell auf \u00c4nderungen reagieren k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ufiges Ph\u00e4nomen: Die Kunden \u00e4ndern ihr Bestellverhalten (Bestellungen gehen zur\u00fcck oder steigen stark an) und keiner im Unternehmen bemerkt diesen Zustand oder bestenfalls viel zu sp\u00e4t. Der Einkauf bzw. die Beschaffung, die am Anfang einer klassischen Wertsch\u00f6pfungskette steht, ver\u00e4ndert das Nachschubverhalten nicht. Bei steigendem Kundenbedarf f\u00fchrt das zwangsl\u00e4ufig zu Engp\u00e4ssen in der Versorgung bis hin zur Nicht-Lieferf\u00e4higkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Ma\u00dfnahme des Einkaufs: Nachschubmengen deutlich erh\u00f6hen. Mittlerweile sind jedoch viele Kunden abgesprungen und zum Wettbewerb gewechselt, der eine deutlich bessere Lieferf\u00e4higkeit hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Folge: Die Welle des erh\u00f6hten Nachschubs schwappt ins Lager und wird nicht abgerufen. Das Desaster ist perfekt.<\/p>\n\n\n\n<p>Was ist passiert? Bereits 1960 hatte das Massachusetts Institute of Technology (MIT) den sogenannten Bullwhip Effekt oder zu Deutsch Peitscheneffekt beschrieben. Aufgrund fehlender Transparenz und Kommunikation im Unternehmen bzw. im Wertsch\u00f6pfungsprozess werden wichtige Informationen, das Kundenverhalten, nicht oder nur unzureichend in der Wertsch\u00f6pfungskette weitergeleitet.<\/p>\n\n\n\n<p>Stattdessen konzentriert sich jede Abteilung auf seine spezifischen Kennzahlen, die per Definition als die wichtigsten Kennzahlen herausgestellt werden. Der Einkauf versucht zu den g\u00fcnstigsten Konditionen Produkte zu beschaffen, was einen deutlichen Einfluss auf die Menge hat und das Lager volllaufen l\u00e4sst. Die Lagerkosten steigen, was den Lagerleiter in Erkl\u00e4rungsnot dr\u00e4ngt. Die Folge ist, das Unternehmen ist vollkommen auf seine eigenen Prozesse fixiert und besch\u00e4ftigt sich ausschlie\u00dflich mit sich selbst.<\/p>\n\n\n\n<p>Die wichtigste Kennzahl jedoch wird v\u00f6llig ignoriert: Das Kundenverhalten bzw. die Kundenw\u00fcnsche.<\/p>\n\n\n\n<p>Denn neben einer Vielzahl von unternehmensinternen Kennzahlen, mit denen Kosten, Best\u00e4nde, Prozesse etc. gesteuert werden, tr\u00e4gt der Kunde mit seinem Verhalten zur wichtigsten Kennzahl bei. Der Kunde steuert mit seinen Auftr\u00e4gen das Unternehmen. Somit stehen nicht Pl\u00e4ne und Ziele des Unternehmens am Anfang der Wertsch\u00f6pfungskette, sondern der Kunde. Eine Organisation sollte sich also immer am Alltag des Kunden orientieren.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00c4nderungsw\u00fcnsche kommen vom Kunden, nicht von der Hierarchie.<\/p>\n\n\n\n<p>Betrachtet man nun die klassische Form des Wertsch\u00f6pfungsprozesses, die Wertsch\u00f6pfungskette, wird eines sehr deutlich: Der Kunde, der am Ende einer Wertsch\u00f6pfungskette steht (ja, in dieser Form steht er am Ende und nicht am Anfang), wird h\u00e4ufig nur von der Abteilung gesehen, die in direkter Beziehung zu ihm steht: Meistens ist es der Vertrieb.<\/p>\n\n\n\n<p>Aufgrund von h\u00e4ufig bestehenden (virtuellen) Abteilungsw\u00e4nden erhalten alle anderen Abteilungen der Wertsch\u00f6pfungskette keine oder nur unzureichende Informationen vom Kunden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie sollte es stattdessen sein?<\/p>\n\n\n\n<p>Transparenz im Wertsch\u00f6pfungsprozess herstellen!<\/p>\n\n\n\n<p>Unternehmen m\u00fcssen ihre Kunden aus allen Perspektiven im Wertsch\u00f6pfungsprozess im Blick haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus dieser Anforderung folgt eine neue Form des Wertsch\u00f6pfungsprozesses: Statt in einer Kette sollten die Prozesse in einer Spirale angeordnet sein. Daraus ergibt sich eine Vernetzung der Prozesse untereinander mit einem direkten Blick auf den Mittelpunkt: Dem Kunden. Diese Transparenz im Wertsch\u00f6pfungsprozess stellt sicher, dass \u00c4nderungsw\u00fcnsche direkt (online) an alle prozessbeteiligten weitergeleitet werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" width=\"729\" height=\"404\" src=\"http:\/\/how-logistics.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Spirale-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-337\" srcset=\"https:\/\/how-logistics.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Spirale-1.jpg 729w, https:\/\/how-logistics.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Spirale-1-300x166.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 729px) 100vw, 729px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Wertsch\u00f6pfungsspirale gew\u00e4hrleistet eine End-to-End-Beziehung, wodurch \u00c4nderungsw\u00fcnsche, die vom Kunden kommen, direkt alle im Wertsch\u00f6pfungsprozess beteiligten Abteilungen ungefiltert und zeitnah erreichen. In einer engverschmolzenen End-to-End-Beziehung kann auf Ver\u00e4nderungen schnell reagiert werden, was insbesondere bei pl\u00f6tzlich auftretenden \u00c4nderungen im Kundenverhalten (z.B. ausgel\u00f6st durch Krisen) ein schnelles Gegensteuern bewirken kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Das hei\u00dft auch, jede Kennzahl im Unternehmen steht in einer direkten Beziehung zu den anderen Kennzahlen. Z.B. hat die Lieferf\u00e4higkeit (und alles was dazu geh\u00f6rt, wie Zeit, Qualit\u00e4t usw.) einen direkten Einfluss auf den Kunden, die wiederum einen direkten Einfluss auf den Lagerbestand und die Wiederbeschaffung hat und so weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>Transparenz im Wertsch\u00f6pfungsprozess bedeutet also, nicht nur seine eigenen Kennzahlen isoliert zu betrachten, sondern die Gesamtauswirkungen zu erkennen. Eine ganzheitliche Betrachtung f\u00fchrt zu einem kundenzentrierten Wertsch\u00f6pfungsprozess.<\/p>\n\n\n\n<p>Transparenz hei\u00dft auch, dass Plattformen geschaffen und genutzt werden m\u00fcssen, die diesen Datenaustausch untereinander erm\u00f6glichen. Das Internet der Dinge (IoT) gibt hierzu den Rahmen vor, den viele Unternehmen bereits mit entsprechenden Plattformen anbieten. Nun gilt es noch, die Digitalisierungsstrategien der Produktions- und Logistik-Unternehmen auszubauen und an eine kundenzentrierte Wertsch\u00f6pfung anzupassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color\" style=\"color:#0d3db6\"><a href=\"https:\/\/calendly.com\/thomas-luehrs-termine\/15min?month=2021-04\"><strong>Jetzt ein kostenloses Erstgespr\u00e4ch vereinbaren<\/strong><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pl\u00f6tzliche \u00c4nderungen im Kundenverhalten f\u00fchren zu enormen Schwankungen im Wertsch\u00f6pfungsprozess bzw. in der Lieferkette. 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